Dienstag, 8. September 2009

Spritzenstiche und Knochenbrüche

Ich glaube, dass ich ein echt guter Mensch bin. Da jage ich vor einigen Tagen minutenlang bewaffnet mit einer eingerollten Zeitschrift eine Wespe quer durch mein Zimmer, doch nach Erlegung des Insektes möchte ich mich dafür fast bei ihr entschuldigen.
Der alte Christoph hat hingegen auf dem feuchten Radweg die nackigen Schnecken mit dem Fahrrad gezielt überfahren, heute radel ich Slalom um die ekligen Geschöpfe herum. Doch so abscheulich Nacktschnecken auch sein mögen, viel abscheulicher sind definitiv Spinnen. Ich habe nun keine richtige Spinnenphobie, doch kann ich auch nicht beruhigt mit dem Wissen einschlafen, dass in irgendeiner Ecke des Zimmers so ein Achtbeiner sitzt und gemütlich sein Netz spinnt.

Aber selbst Spinnen würde ich nicht zerquetschen, wenn es Säugetiere mit stabilem Knochenbau wären. So müsste ich doch zum Töten einer Spinne die Knochen brechen, sehr eklig.
Wenn wir überlegen, wie viele Operationen man im Fernsehen schon gesehen und wie viele Aliens in Videospielen schon erschossen hat, so sollte man zumindest im virtuellen oder geschauspielerten Sinne einigermaßen "abgehärtet" sein. Sobald jedoch eine Spritze angesetzt wird, muss ich immer (auch im Fernsehen) wegschauen - und die bereits erwähnten Knochenbrüche sind sicher das schlimmste Übel.

Da ärgere ich mich besonders, dass am vergangenen Samstagabend im aktuellen Sportstudio des ZDF ohne große Vorwarnung ein Bild des kürzlich gefoulten Fußballspielers der belgischen Liga gezeigt wurde, in dem man seinen Schien- und Wadenbeinbruch mehr als gut erkennen konnte. Das ist nichts für den viel zu guten Christoph, der nun Abends im Bettchen nicht mehr an die lästigen Achtbeiner an den Wänden denken kann, sondern ständig dieses schreckliche Bild vor Augen hat.

In diesem Sinne - ich wünsche eine gute Nacht!


MfG
Christoph "Yaab" Lucassen

Samstag, 5. September 2009

Ungenutztes Potential

Alone in the Dark, Street Fighter, Hitman, Far Cry, Dead or Alive, Resident Evil. Dies sind alles Filme, dessen Ursprung in einem Videospiel liegt. Über Qualität lässt sich ja streiten, doch die meisten Umsetzungen könne man als "Totalausfall" bezeichnen. Da fragt man sich doch, warum keine Spiele verfilmt werden, die auch das nötige Potential sowie das erforderliche Budget aufweisen. Am vielversprechenden Gears of War wird ja bekanntlich schon gewerkelt, auch der Prince of Persia steht in den Startlöchern.

Einzig die Produktion einer Videospieladaption, die tatsächlich richtig gut werden könnte, wurde (hoffentlich nur vorübergehend) eingestellt: Halo.
Dass ein Halo-Film gut werden kann, wurde schon damals kurz vor dem Release des dritten Videospiels mit einem bemerkenswerten Real-Life-Trailer bewiesen. Und heute, kurz vor der Veröffentlichung von ODST, fragt sich jeder geneigte Fan des Spiels mit dem grünen Masterchief nach folgendem Live Action Trailer nur, warum solch eine Gelegenheit auf ein wahrliches Meisterwerk nicht genutzt bzw. realisiert wird.



Ich habe mir den neuen Kurzfilm bereits mehrfach angesehen, doch die Kinnlade ist immer noch gaaanz weit unten. Angucken!


MfG
Christoph "Yaab" Lucassen