Freitag, 5. Februar 2010

Zu verrückt, um wahr zu sein

Las Vegas, Miami und New York. Ich spreche von drei der bekanntesten Städte der Welt, die zugleich Schauplatz von CSI: Den Tätern auf der Spur und dessen Spin-Offs sind.
Bis vor einiger Zeit habe ich noch regelmäßig zusammen mit allen Ermittlern der genannten Städte jeden Mordfall aufgeklärt. Irgendwann konnte ich meine forensischen Fähigkeiten jedoch nicht mehr auf die drei Serien verteilen, sodass ich lediglich noch wöchentlich das Ur-CSI aus Las Vegas verfolgte.

Vor Kurzem - einer Zeit, in der viele Staffeln meiner Lieblingsserien endeten und jeglicher Nachschub ausblieb - habe ich meine Ermittlungen in New York wieder aufgenommen. Wirklich interessant, was für einen Schwachsinn ich mir bis vor einigen Monaten mit CSI: New York noch regelmäßig angetan habe.

Der Irrsinn begann jeweils in den letzten drei von vier Folgen mit dem Fund der obligatorischen Leiche. In Big Apple scheint die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß zu sein, dass ermordete Menschen von den begabtesten Forensikern der Stadt entdeckt werden - oder in Übersee passieren einfach zu viele Morde.
Die beste Geschichte der letzten Episoden war mit der auf einer Dachterasse zurückgelassenen Leiche. Ein Vogel, der diesen mittlerweile schon ziemlich verwesten Mann als Nahrung sah, schnappte sich kurzerhand eines seiner Augen und flog zurück zu seinem Nest. Während des Fluges verlor der Vogel die erbeutete Nahrung aus seinem Schnabel. Das nun zu Boden fallende Auge landete - für die Serie typisch - an einem der wohl belebtesten Orte der Stadt. In dem vollgefüllten Becher eines Coffee-to-Go. Ohne Deckel. Und natürlich gehörte dieser einem CSI-Mitarbeiter. Überraschung!
Also mal ganz ehrlich...sowas passiert doch nur im Fernsehen. Und dann musste der im Kaffee schwimmende Fund auch gleich ein Auge sein. Hätte es nicht auch eine Niere oder ein Teil vom Muskel des Oberschenkels getan? Noch lächerlicher wäre die dargestellte Szene höchstens mit einem abgetrennten Ringfinger, der samt aufgestecktem Ehering in einem großen Teller Spaghetti mit Tomatensauce landet!

Auch bei der guten Ausrüstung der New Yorker Labors gerate ich immer wieder ins Staunen. Selbst ein im Jahre 2050 angesiedelter Film würde bei derart technischer Finesse etwas lächerlich erscheinen. Berührbare 3D-Hologramme gehören bei CSI: New York schon zu alltäglichen Gebrauchsgegenständen, wie es die Flachbildschirme inzwischen in unserer Realität tun.

Ich wünsche mir endlich neue Folgen vom klassischen, keineswegs übertriebenen CSI: Den Tätern auf der Spur. Las Vegas ist eben nicht nur die spannendste der drei Städte, sondern hat auch die sympathischsten und authentischsten Ermittler. Aber wirklich schade, dass William Petersen alias Gil Grissom nicht mehr zum bislang perfekten Cast gehört.


MfG
Christoph "Yaab" Lucassen

Kommentare:

  1. Du sprichst mir da sozusagen aus der Seele. CSI schau ich mir bestenfalls noch nebenher an...

    Die New-Yorker müssen viel Geld haben – diese futuristisch-lächerliche Ausrüstung und dann so viele Mitarbeiter, dass überall welche mit Kaffeebechern rumstehen können, damit auch ja Leichenteile reinfallen. :)

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  2. toll, dass da noch einer so denkt wie ich :-)

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