Samstag, 18. Juni 2011

Telekom: Immer für eine Anekdote gut

Zugegeben, in letzter Zeit herrschte hier Funkstille. Irgendwie fehlte mir auch die Motivation, die aber hoffentlich bald wieder auf ihrem Höhepunkt angelangt ist...

Apropos "Funkstille": Vor Kurzem habe ich mich dazu entschlossen, meinen Mobilfunkvertrag zu verlängern. Eigentlich wollte ich auf das iPhone 5 warten, um endlich mal die aktuellste Generation des Apple-Handys mein Eigen nennen zu dürfen, doch quälte mich diese Ungewissheit, ob tatsächlich noch in diesem Jahr das Neue erscheint. So verlängerte ich nun mit dem weißen iPhone 4 - schönes Teil!

Anlass für diesen Beitrag ist jedoch die Telekom. Als ich anrief, um die Vertragsverlängerung abzuschließen, wurde mir binnen kürzester Zeit ein freundlicher Kundendienst-Mitarbeiter zugeteilt. Nachdem das neue Handy allerdings bei mir eintraf und ich bezüglich der SIM-Freischaltung jemanden bei der Hotline zu erreichen versuchte, blieb ich in der Warteschleife stecken. Geschlagene 30 Minuten vor und weitere 40 Minuten nach dem Fußballtraining, jeweils gestückelt in Zehn-Minuten-Telefonate, war keine Menschenseele zu erreichen. Nur immer wieder diese Computerstimme, die mir sagte, ich werde dem nächsten freien Mitarbeiter zugeteilt. Ich fühlte mich verarscht...

Doch dann - es war schon nach 22.00 Uhr - kam ich cleveres Kerlchen auf eine grandiose Idee! Am Anfang der Gespräche fragte die Computerdame, in welcher Angelegenheit ich anrufe, was ich immer mit den deutlichen Worten "SIM-Karte Freischaltung" beantwortete. Dies schien zu einfach...man muss sich auf das schmierige Niveau der Magenta-Company herablassen. So antwortete ich bei meinem letzten Anruf mit der dreisten Aussage, ich wolle eine Vertragsverlängerung abschließen - und voilà: Die mittlerweile schon verinnerlichte Warteschleifenmusik spielte vielleicht 30 Sekunden, ehe ich einem echten Menschen zugeteilt wurde, der zwar mehr türkisch als deutsch klang, aber mir immerhin eine Aktivierung binnen 15 Minuten versprach!

Ich war während des Telefonats gar so überrascht über die schnelle Durchstellung zu dem Support-Türken, dass ich kaum einen fehlerfreien Satz über die Lippen brachte und der Typ im Vergleich fast einheimischer klang als ich.
Nach diesem genialen Schachzug klopfte ich mir allerdings noch heute auf die Schulter. Trotzdem: Typisch Telekom!

MfG
Christoph "Yaab" Lucassen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen